Stimmen aus der CSU und SPD rufen wieder nach einer Autobahnparallele an der A99. In der Gemeinde Grasbrunn wurde gegen dieses Vorhaben vor Jahren in einem Bürgerentscheid abgestimmt (mit einer fast 90%igen Ablehnung). Damals hatten der Bürgermeister und seine Partei Visionen: eine eigene Autobahnausfahrt, die Sperrung der Kirchenstraße in Grasbrunn und eine Autobahnparallele.

Die Argumente von damals sind auch heute relevant – was bringt uns eine Autobahnparallel?

  • Mehr Verkehr, schon jetzt fahren viele Pendler durch den Ort Grasbrunn. Eine Autobahnparallel würde mehr Verkehr zu und z.B. von der Messe bringen.
  • Um diesem Verkehr entgegen zu wirken, müsste man evtl. die Kirchenstraße nach Putzbrunn sperren. Das wäre für die Grasbrunner ein großer Nachteil, da viele von ihnen in diese Richtung fahren, um ihre Einkäufe zu tätigen. Gleiches gilt für Schüler, die die Gymnasien in Haar oder Neubiberg besuchen. Auch die Buslinien 211 und 212 nach Neubiberg und Neuperlach Süd nutzen diese Strecke.
  • Verlust von Bannwald: Die Strecke zwischen Haar und Putzbrunn führt durch Bannwald. Hier müssten viele Bäume weichen, wodurch manche Haarer Bürger stärker durch den Autobahnlärm belastet würden.
  • Hohe Kosten: Die Gemeinde würde voraussichtlich die Kosten für die Autobahnparallele mittragen – ohne, dass sie einen Nutzen daraus zieht.

Für Fahrten von Aschheim nach Putzbrunn, steht die Autobahn zur Verfügung, deren Ausbau ja bereits in Planung ist. Dort ist der Verkehr gebündelt und hoffentlich in absehbarer Zukunft auch durch Lärmschutzwände eingegrenzt.

29. Dezember 2016, 22:38 Uhr SüddeutscheZeitung – Autobahnparallele Neuer Verkehr, neue Straße

Anschlussstelle B471 – A99 Ismaning/Aschheim

Michelle Nelson
Sprecherin Ortsverband Grasbrunn Bundnis 90/Die Grünen

 

Verwandte Artikel