Seit zwei Jahren beschäftige ich mich mal mehr, mal weniger ehrenamtlich für Flüchtlinge. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass Integration eine Aufgabe ist, die Ausdauer erfordert. Selten gibt es Aufgaben, die schnell zum Erfolg führen. Häufig benötigt und erlernt man eine gewisse stoische Ausdauer, wenn bei Behördengängen mehrfach immer wieder die gleichen Informationen in immer neue in Beamtendeutsch geschriebene Formulare eingefüllt werden müssen, nur um dann zu erfahren, dass man in der falschen Behörde ist. 

Die Erfahrung zeigt, dass der Prozess mindestens zwei Jahre dauert. Erst nach zwei Jahren ist das Deutsch gut genug um auch die umgangssprachlichen Feinheiten zu verstehen. Erst dann setzt das Verständnis ein, wie häufig man sich anfangs nicht verstanden hat.  

Integration ist kein einseitiger Prozess und bedarf von allen Seiten den Willen und das Zutun, eine gute Grundlage zu legen. Integration kann gelingen. Die Ausdauer lohnt sich, wenn man Menschen sieht die Anfangs schwer traumatisiert nun fließend Deutsch sprechen, sich engagieren und eine feste Anstellung gefunden haben.

Vielen Dank deswegen an die vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die sich hier im Ort dafür einsetzen. Integration benötigt Unterstützung – Vor Ort funktioniert das Dank der Gemeinde, der Vereine, der HelferInnen und unterstützenden Unternehmen recht gut. Leider legt vor allem die Landespolitik und die Bürokratie den HelfernInnen viele Steine in den Weg.

Wer noch Fragen oder Anregungen  zu diesem Thema hat oder gerne selber aktiv werden möchte kann sich gerne bei uns melden.

 

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