Townhall Veranstaltung – Triff Ludwig Hartmann

Ludwig Hartmann

Ludwig Hartmann, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, stellte sich am 24.09.2018 den Fragen von ca 60 Teilnehmern. Moderiert wurde der Abend vom Direktkandidaten des Landkreises für die Landtagswahl Dr. Markus Büchler (Erststimme).

Vor dem Einstieg in die Fragerunde stellten sich die beiden Bezirkstagskandidaten, Martin Wagner (Direktkandidat, Erststimme/Schwerpunkt Jugendliche fördern) und Dr. Frauke Schwaiblmair (Listenstimme Platz 11, Schwerpunkt Inklusion) vor. Im Anschluss präsentierte Dr. Markus Büchler seine Vorstellungen von umweltverträglicher Mobilität in Stadt und Land; insbesondere setzt er sich für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ein.

Er warb dafür bei der Landtagswahl Erst- und Listenstimme (Claudia Köhler/Liste Platz 7) der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ zugeben, da für die Bestimmung der Sitze im Parlament beide Stimmen zusammengezählt werden.

Ludwig Hartmann engagiert sich vehement für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Er wünscht sich, dass unsere Landwirte giftfrei mit der Natur zusammenarbeiten und dass das Artensterben nicht nur kostenreich dokumentiert, sondern erfolgreich bekämpft wird. Auch die Chancengleichheit in der Bildung ist ihm ein Anliegen. Dazu zählen für ihn u.a. das verbesserte Angebot an Kitaplätzen, die bessere Bezahlung von Erzieherinnen, der Ausbau der Digitalisierung als Stütze für Dokumentation und Schulunterricht, Hortplätze und Ganztagsklassen.

Aber auch zu anderen Feldern der Politik konnte Ludwig Hartmann mit kompetenten Ideen punkten, wie die anschließende lebhafte Townhall-Befragung des Grünen Spitzenkandidaten durch das Publikums deutlich machte. Gestellt wurden von den Gästen Fragen u.a. zu den Themen Asylpolitik, Wohnen, Pflege und Energiepolitik und einer eventuellen Regierungsbeteiligung.

In der Asylfrage wünschte sich Hartmann geordnete Asylverfahren, die den Asylbewerbern erlauben während des laufenden Prüfverfahrens zu arbeiten, einen guten Sprachkurs zu besuchen und die Kinder zur Schule zu schicken.( Bildung ist Un-Kinderrecht!). Außerdem sei die Asylpolitik im Sozialministerium anzusiedeln, da nicht jeder Flüchtling eine Bedrohung der Inneren Sicherheit darstelle.Darüberhinaus braucht Deutschland dringend ein Einwanderungsgesetz, integrierten berufstätigen Asylanten sollte der Spurwechsel ermöglicht werden.

Ludwig Hartmann krempelt die Ärmel hoch!

Bei der Frage nach bezahlbarem Miet-Wohnraum schlug der Kandidat vor, stärker auf den genossenschaftlichen Wohnungsbau zu setzen, wie das zum Teil im Münchner Umland schon geschehen ist. Dazu dürfte man aber geeignete Grundstücke nicht mehr meist bietend verkaufen. Parallel dazu ist eine dauerhafte Sozialbindung vorhandener Sozialwohnungen anzustreben, damit sie nicht an geschäftstüchtige Investoren verkauft werden können.

Eine Teilnehmerin thematisierte den Pflegenotstand und die Überlastung von Pflegern. Mögliche Lösungen könnten aus der Sicht von Hartmann sein, eine bessere Bezahlung, um den Beruf anzuerkennen und damit attraktiver zu machen und in einem Pflegeverbund den älteren Menschen ein Verbleib in ihren eigenen Wohnungen zu ermöglichen. Dazu gehörten auch bauliche Veränderungen.

Befragt zur Energiepolitik, ging der Grüne Landtagskandidat ein auf das Problem der Energiespeicher ein. Er könne sich da einen Wettbewerb der Ideen vorstellen, in dem das e-Mobil und das Kombi-Kraftwerk dem Klimaschutz helfen könnten.

Den Eintritt in eine Koalition mit der CSU machte Hartmann abhängig von den Gestaltungsmöglichkeiten der Grünen und dem jeweiligen Ressortzuschnitt, sodass sich etwa Landwirtschaftsministerium und die Umweltpolitik nicht gegenseitig blockieren.

Abschließend verwies Ludwig Hartmann auf Bayerns Rolle hin in einem freiheitlichen und friedlichen Europa. Deshalb ist es unumgänglich, am 14.10. 2018 demokratische Parteien zu wählen, am besten „Bündnis 90/Die Grünen“.

 

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