Verkehr

Mobilität erreicht man nicht nur mit dem Auto.

Wer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, hat mehr Bewegungsfreiheit.

 

Kurze Wege sparen mehr als hohe Geschwindigkeit

Wer mit dem Auto von Arget nach Sauerlach fährt, um frische Semmeln für das Frühstück zu kaufen, der hat für diese Fahrt Kosten von wenigstens 2,40 € (siehe dieeinsparinfos.de). Wenn es z.B. beim Gasthof Schmuck einen Kiosk gäbe, wo “Frühstücksbedarf” wie Backwaren, Zeitung und Milch zu bekommen wären, könnten viele Argeter die Besorgung in kürzerer Zeit mit dem Fahrrad erledigen und somit Geld sparen.

Elektrisch mobil: die S-Bahn

Eine Fahrt von Sauerlach nach München und zurück kostet mit dem Auto 12,00 €, mit dem MVV (München XXL-Tagesticket) 8,80 €. Eine Fahrt mit der S-Bahn ist pure Elektromobilität. Allerdings nervt es, am Bahnsteig auf eine S-Bahn zu warten, die erst in 39 Minuten kommt oder sich verspätet. Wir wollen uns dafür stark machen, dass Sauerlach einen durchgehenden 20-Minuten-Takt bekommt und der Bahnhof mit einem Fahrgastinformationssystem ausgerüstet wird, das die Abfahrt des nächsten Zuges zuverlässig anzeigt.

Sicherheit am Bahnsteig:

Die Bahnsteige in Sauerlach liegen in einer langgestreckten Gleiskurve. Aus diesem Grund kann der Zugführer bei Langzügen in Richtung München nicht sehen, ob jemand in den vor der Abfahrt geschlossenen Türen festhängt. Hier ist es erst im September 2015 zu einem Unfall gekommen, bei dem eine 78-jährige Sauerlacherin mitgeschleift wurde, bevor sie zum Glück noch freikam und aus dem Gleis gerettet werden konnte. Warum gibt es hier nicht wenigstens einen Spiegel?

Radverkehr

Sauerlach ist so “brettleben”, dass es ideale Bedingungen für den Fahrradverkehr bietet. Viele Straßen haben auch einen begleitetenden Geh- und Radweg, auf sich dem langsamere Radlfahrer sicher bewegen können. Nach langem Drängen ist die Benutzung dieser Wege nun legalisiert: Fahrräder frei. So steht es schnellen Radlerinnen frei, auf der Fahrbahn zu bleiben und im Verkehr mitzuhalten. Besten Dank an dieser Stelle an das Sauerlacher Rathaus!

Wichtig bleiben aber die ortsverbindenden Radwege, z. B. entlang der S-Bahn nach Deisenhofen. Matschig und holprig sind diese derzeit wenig attraktiv. Über eine ebene, wassergebundene Decke würden sicherlich viel mehr mit sportlichem Einsatz oder elektrischem Zusatzantrieb diese Strecke für den Weg zur Arbeit nutzen oder umgekehrt Tagesausflügler aus München auf zwei Rädern nach Sauerlach locken.

 

Keine Umgehungsstraße, kein Parkhaus!

Von wenigen Hauptreisetagen abgesehen ist ein großer Teil des Verkehrs in Sauerlach hausgemacht. Bei weiterhin zunehmenden Einwohnerzahlen wird folglich auch der Parkraum knapp. Dieses Problem lässt sich nicht mit einer Umgehungsstraße lösen und auch nicht mit einer Aufstockung der P&R-Anlage zum das Ortsbild verschandelnden Parkhaus.

Für den Breitensport, also Jogger, Radfahrer und Spaziergänger, wollen wir die Rodungsinsel frei von Umgehungsstraßen halten und die Hauptwege in einen zumutbaren Zustand bringen. Dabei ist auch an Reitwege zu denken.