Weltfrauentag 2024: Finanzielle Unabhängigkeit für Frauen

Unsere Kreisversammlung im März steht traditionell ganz im Zeichen des Internationen Weltfrauentages am 08.03. In diesem Jahr haben wir das wichtige, aber oft unterschätzte Thema der finanziellen Absicherung v. a. für Frauen unter die Lupe genommen. Als Gast haben wir Claudia Müller eingeladen, die als Gründerin des Female Finance Forums viel Erfahrung mit dem Thema gesammelt hat und uns aus erster Hand davon berichten konnte.

Gleich zu Beginn merkte sie an, dass finanzielle Freiheit zwar besonders für Frauen, aber grundsätzlich für alle Geschlechter ein wichtiges Thema ist. Um über finanzielle Vorsorge zu informieren, bietet das Female Finance Forum Workshops in Schulen, Organisationen und Unternehmen an.
Claudia Müllers Motto dabei lautet: „Es geht nicht darum reich zu sein, sondern, dass es reicht, und das auch für die nächsten Jahre.” Auch deshalb haben die Teilnehmenden im Saal und an den Bildschirmen in dieser hybriden Kreisversammlung viel über Altersvorsorge oder in ihren Worten „Altersvorfreude” gesprochen, die bereits im jungen Alter beginnt.
Wenn Frauen wie heute 18 Prozent weniger Geld pro Arbeitsstunde erhalten, hat das viel größere Auswirkungen auf unsere Gesellschaft als es zunächst scheint. Da meistens Frauen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen, in Teilzeit gehen, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen, entsteht eine immer größere Lohnlücke v. a. bei Familien mit Kindern. Oft sind Frauen später im Alter von Armut bedroht.
Dank des anregenden Vortrags konnten wir anschließend viele wichtige Punkte rund um das Thema diskutieren und praktische Tipps zur eigenen Finanzplanung mitnehmen. Besonders wichtig: Die Scheu ablegen und im Alltag und in der Familie über Geld reden.
Wir danken Claudia Müller sehr für die interessanten Einblicke in die Welt der finanziellen Vorsorge und wie man sie nachhaltiger und gerechter gestalten kann. Als feministische Partei legen wir großen Wert auf die Bekämpfung von Ungleichheiten, wie geringere Bezahlung oder Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen.

 

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