GRÜNEN Antrag im Bauausschuss: Fokus auf Erneuerbare und Hitzeschutz beim Landratsamt-Neubau

GRÜNEN Antrag: Erneuerbare und Hitzeschutz im Fokus bei Landratsamt Neubau15.09.2026 – Zunehmende Hitze- und Dürreperioden sowie Starkregenereignisse stellen jetzt und in Zukunft auch an Bürogebäude besondere Anforderungen. Mit Blick auf den Neubau des Münchner Landratsamtes in München-Riem beantragt die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN deshalb eine Konkretisierung der nach DIN 18205 festgelegten Ziele im Bedarfsplan des Planungsprozesses. Im Folgenden die Details aus dem Ergänzungsantrag zur Beschlussfassung Top 3 der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Schulen am 15.09.2026:

Zusätzlich zu den bereits angedachten Klimaschutz- und Umweltthemen sind zur Regelung des Raumklimas bei Hitzeperioden besondere aktive Kühllösungen auf regenerativer Basis in einem Gesamtkonzept vorzusehen. Statt großer Fensterflächen, die die Büros schnell aufheizen, ist auf eine energetisch sinnvolle Lösung zu achten, welche den Wärmeeintrag im Sommer auf einem komfortablen Niveau hält. Die Ausführung der Verglasung soll zudem Maßnahmen gegen Vogelschlag beinhalten.

Dr. Oliver Seth ergänzt: “Es gehört zu unserem Selbstverständnis als Kommunalpolitiker*innen, bei Neubauten, die in unserem Verantwortungsbereich stehen, die klimatischen Veränderungen mitzudenken und langfristig für ausreichend Kühlung und Schutz der Mitarbeitenden zu sorgen.“

Auf die Nutzung von fossiler Energie soll aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen vollständig verzichtet werden. Ein hoher Autarkiegrad ist anzustreben. Die durch die zunehmenden Dürreperioden notwendige Bewässerung der Dach- und Objektbegrünungen sowie der erforderlichen Straßenbäume soll nach dem Schwammstadtprinzip durch gespeichertes Regenwasser erfolgen.

Zur Begründung äußert sich die Fraktion wie folgt: Der Klimawandel führt auch in München zu spürbaren Folgen wie einer weiteren Zunahme von Hitzetagen, Dürreperioden und Starkregenereignissen. Mit einem Neubau hat der Landkreis die Chance, sich auf diese geänderten Bedingungen einzustellen. Die beantragten Zielvorgaben für den Neubau des Verwaltungsgebäudes MK2 sind zur Sicherung der zu-künftigen Arbeitskraft der Mitarbeitenden des Landratsamtes und der Ziele des Landkreises nötig und sollten deshalb in den Bedarfsplan aufgenommen werden. Eventuell höhere Baukosten amortisieren sich mittelfristig durch niedrigere Energiekosten, einer Unabhängigkeit von Krisengebieten sowie einem nachhaltigen Bauen. Der Landkreis München wird seiner Vorbildfunktion gerecht und zeigt, dass er die Zeichen der Zeit verstanden hat.

„Wir haben das nötige Wissen von dem, was klimatisch auf uns zukommt. Es ist essenziell, diese Erkenntnisse bei Neubauten heute einfließen zu lassen, anstatt später teuer nachrüsten zu müssen“, so Gudrun Hackl-Stoll, Kreisrätin aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Mitglied im Bauausschuss.

Sehr wirkungsvoll wurde z.B. von der Stadt Freiburg ein nachhaltiges Verwaltungsgebäude mit dem Projekt „Plusenergiehaus – Rathaus im Stühlinger“ umgesetzt. Kern des Konzepts sind rund 800 auf der Fassade und dem Dach installierte Solarpaneele. Diese Photovoltaikanlagen produzieren den Großteil des benötigten Stroms. Das Gebäude nutzt außerdem innovative Techniken zur Energieeffizienz, etwa bei der Lüftung und Beleuchtung.

Zusätzliche Ansprechpartner*innen für die Presse:
Gudrun Hackl-Stoll, Dr. Oliver Seth, Christoph Nadler als Vertreter*innen der grünen Kreistagsfraktion im Bauausschuss

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