Der Klimawandel ist in unserem Landkreis längst keine abstrakte Gefahr mehr, sondern eine tägliche Realität. Extreme Hitzeperioden und sinkende Grundwasserspiegel gefährden nicht nur unsere Gesundheit und die Lebensqualität in den Gemeinden, sondern setzen auch unsere lokalen Ökosysteme unter massiven Druck. Eine konsequente Anpassung an diese neuen Bedingungen ist daher alternativlos, um unsere Heimat zukunftsfähig, gesund und lebenswert zu gestalten.
In den letzten Wochen erreichten die Höchsttemperaturen wieder Rekordwerte, was u.a. die Belastung von Kindern, Senior*innen und Beschäftigten in Schulen und öffentlichen Räumen stark erhöht. Gleichzeitig sinkt der Grundwasserspiegel: In Höhenkirchen‑Siegertsbrunn verzeichnete man in nur 18 Monaten einen Rückgang um 4,5 Meter – ein klares Signal auch für die Dringlichkeit von Wassermanagement‑Maßnahmen. Und paar Orte weiter wird die Isar immer wärmer, eine Gefahr für die regionale Flora und Fauna.
In vielen unserer Gemeinden werden bereits konkrete Akzente gesetzt:
– Die Grünen in Pullach haben einen Eil-Antrag für zusätzliche Klimageräte in allen Schulen gestellt, damit Lernräume wieder angenehm bleiben. Dieser wurde zunächst abgelehnt, aber das Thema bleibt aktuell!
– In Höhenkirchen‑Siegertsbrunn wird seit einigen Monaten ein neuer Brunnen gebaut, um das Grundwasser langfristig zu stabilisieren und die Wasserversorgung zu sichern.
– Unterschleißheim hat bereits einen Trinkwasserbrunnen installiert, weitere sollen folgen, außerdem entstehen gerade begrünte Bushaltestellen, um Hitzeinseln zu reduzieren.
– Sauerlach hat einen kleinen Pavillon am Spielplatz aufgestellt, das Schatten spendet. Insgesamt müsse die Gemeinden für mehr Naturschatten sorgen, um die natürliche Kühlung durch Bäume zu fördern.
– Die Grünen in Aying haben wir vor Monaten einen Antrag für ein umfassendes Hitzeschutzkonzept im Gemeinderat eingebracht – ein wichtiger Schritt zur Ortsentwicklung im Klimawandel.
– Der Landkreis hat eine “Kühle-Orte-Karte” online gestellt.
Diese Projekte zeigen, dass wir auf kommunaler Ebene die Hebel in der Hand haben, um spürbare Verbesserungen zu erzielen. Doch der Bedarf ist groß und die Zeit drängt. Wir müssen den Mut aufbringen, bestehende Infrastrukturen grundlegend klimagerecht umzubauen.
Es gibt noch viel mehr Beispiele im Landkreis. Welche konkreten Maßnahmen zur Hitzeanpassung fehlen deiner Meinung nach in deiner Gemeinde noch, um den Alltag im Sommer gesund und lebenswert zu gestalten?






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