Kreistag stoppt Sanierungskonzept in Oberschleißheim

Die Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsfraktion Christina Risinger und Johannes Rohleder Der Kreistag des Landkreises München hat in seiner Sitzung am 28. Juli 2026 beschlossen, das seit Jahren vorbereitete Sanierungskonzept für die Werkstätten des Kreisjugendrings in Oberschleißheim erneut zu überprüfen. Die Kreistagsfraktion der GRÜNEN kritisiert die Entscheidung und warnt vor weiteren Verzögerungen bei der Modernisierung der Einrichtung für Kinder und Jugendliche.

In der Beschlussvorlage ging es um zwei unterschiedliche Aspekte. Im Gesamtkonzept ist vorgesehen, den Pavillon der Landesgartenschau in Kirchheim wiederaufzubauen und zu einem ganzjährig nutzbaren Gebäude umzubauen, so dass er von der Ost- und Westpreußenstiftung in Bayern e.V. bezogen werden kann.

Durch den Umzug werden die Räume im Heiner-Janik-Haus frei.  Teil des Konzepts war, diese ebenfalls zu sanieren und dem KJR zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich besteht Sanierungsbedarf bei zwischenzeitlich genutzten Räumlichkeiten des KJR in Containerbauweise.

Laut Landratsamt seien diese nur eine Interimslösung gewesen, die dringend nach Ersatz verlangten, nicht zuletzt wegen Wassereinbrüchen, hoher Energiekosten und des baulichen Zustands (siehe: Anlage 1 zur DS 16/0093).

„Die Räumlichkeiten sind kalt, undicht, veraltet und zudem läuft bald die Baugenehmigung aus“, so Christina Risinger, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag München.

Bereits im Dezember 2024 hatte der Kreistag beschlossen, einer Nutzung des Pavillons durch die Ost- und Westpreußenstiftung in Bayern e.V. zuzustimmen. Aus dem Protokoll der Sitzung (Anlage 3 zur DS 16/0093) geht hervor: „Die Landkreisverwaltung wird beauftragt, einen Nutzungsvertrag mit der Ost- und Westpreußenstiftung in Bayern e.V. auszuarbeiten und abzuschließen. Die Planungen zur Umsetzung sollen fortgeführt werden, um den Pavillon baulich zur ganzjährigen Nutzung durch die OWP-Stiftung anzupassen.“

Obwohl das Konzept am Montag nach jahrelanger Vorbereitung beschlussreif war, entschied sich der Kreistag für eine erneute Prüfung des Vorgehens. Christina Risinger kritisiert das Vorgehen: „Eine Wiederaufnahme verschlechtert die Bedingungen für Kinder und Jugendliche und verursacht zusätzliche Kosten, allein schon durch die Verwaltungsarbeit. Hier wird Steuergeld verschwendet, das zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises geht. Wir GRÜNE sind für den Aufbau des Pavillons gemäß ursprünglichem Konzept und baldiger Bereitstellung der Räume für die Jugendlichen des KJR. Es muss endlich vorangehen. Diese Verzögerungstaktik ist nicht nachvollziehbar.“

Der KJR in Oberschleißheim übernimmt spezielle Präventionsaufgaben, die Kindern und Jugendlichen Chancen der beruflichen Orientierung bieten und sie auf den Weg in das Arbeitsleben begleiten.

„An Förderangeboten für junge Menschen zu sparen, kostet den Landkreis langfristig mehr Geld, als kurzfristig eingespart wird. Wir müssen dringend an zukünftige Generationen denken! Es ist ein fatales Signal für die Jugendarbeit, dass der Kreistag hier sparen will“, so Johannes Rohleder, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag München.  

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