133 Mio. Euro werden in Deutschland jährlich von lediglich 30% der Bevölkerung ausgegeben, um 4200 Tonnen Feinstaub zu produzieren (Quellen: Statista.de, Umweltbundesamt). Doch wofür?

Die Rede ist von Feuerwerken, hauptsächlich an Silvester.

So schön die Farbkaskaden am Himmel auch sind, der Umwelt schaden sie sehr und nicht nur das, wie Utopia.de gut zusammenfasst:

  • Fakt ist, dass am nächsten Tag erschreckende Mengen Böllermüll auf den Straßen liegen.
  • Fakt ist, das beim Hantieren mit Feuerwerk jedes Jahr schwere Unfälle passieren.
  • Fakt ist, dass man mit den Millionen, die jährlich von den Deutschen für Feuerwerkskörper ausgeben werden, viele sinnvolle Dinge für das Gemeinwohl tun könnte.
  • Fakt ist auch, dass Feuerwerkskörper oft unter ausbeuterischen und lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern produziert werden (Quelle).

Dazu kommt der äußerst hohe Energieaufwand für die Herstellung der Feuerwerkskörper, also für ein Vergnügen, welches nach wenigen Minuten wieder vorbei ist.

Sollten wir uns in Anbetracht dieser Tatsachen nicht alle selbst überlegen, ob wir auf ein privates Feuerwerk verzichten könnten? Muss es wirklich zulasten der Luft, der Umwelt, der Gesundheit und der Wildtiere gehen, wie wir das neue Jahr einläuten?

2020 wird mehr als alle Jahre zuvor im Zeichen des Klimaschutzes stehen und auf Nachfrage geben die meisten Menschen an, ohnehin schon viel dafür beizutragen. Dann sollte es doch eine Kleinigkeit sein, auf etwas zu verzichten, was keine echte Einschränkung darstellt, was obendrein viel Geld kostet und nachweislich ökologisch äußerst problematisch ist.

Wie positiv sich ein Jahreswechsel auch ohne private Feuerwerke gestalten lässt, zeigen uns mittlerweile schon viele Städte und Gemeinden im In- und Ausland.

In Südtirol beispielsweise veranstalten Städte wie Meran ein zentrales Feuerwerk. Unser OV-Mitglied Florian Fritz durfte das 2018 selbst miterleben. „Die Stadt war voller Menschen, es war feierlich, alle haben sich beseelt ein gutes neues Jahr gewünscht. Am nächsten Morgen waren sämtliche Straßen sauber und es lag kein Feuerwerksgestank in der Luft.“

Immer mehr im Kommen sind auch Licht- und Lasershows, Fackelumzüge oder große Silvesterfeuer, um die man sitzen, tanzen oder einfach nur nett beisammen sein kann. Noch wird so etwas in unserer Gemeinde leider nicht angeboten, dennoch zeigen uns diese Beispiele, dass es eben nicht immer die vielen privaten umweltschädlichen Feuerwerke sein müssen, die einen Jahreswechsel zu einem besonderen Ereignis machen.

In diesem Sinne appellieren die Ayinger Grünen an alle Bürgerinnen und Bürger, heuer ohne Feuerwerk fröhlich zu feiern-und wünschen zugleich ein glückliches, friedliches Jahr 2020. 

Bildnachweis: pixabay

Aying, 28. Dezember 2019 Florian Fritz und Christine Squarra

 

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