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Am 20. September 2019, dem Freitag, an dem in Berlin das Klimakabinett tagt, werden in ganz Deutschland hunderttausende Menschen dem Aufruf von „Fridays For Future“ folgen und für einen wirksamen Klimaschutz demonstrieren. Die Treibhausgase steigen, die Pole schmelzen und wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, droht eine kaum vorstellbare Katastrophe. Dieses Mal werden nicht nur Schülerinnen und Schüler auf die Straße gehen. Der Klimastreik wird von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis mit über 50 NGOs und Partnern sowie einem breiten Bündnis von Unternehmen unterstützt und möglich gemacht. Kernforderung ist die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°-Ziels. 

Vor zwei Monaten haben bereits über 11 000 Menschen an der Klima-Demonstration „Munich for Future“ am Münchner Odeonsplatz teilgenommen. Extra für die Erwachsenen, die die „Fridays for Future“-Bewegung der SchülerInnen nicht aktiv unterstützen können, wurde ein familienfreundlicher Termin an einem Sonntag um 16 Uhr festgesetzt – und die Erwachsenen kamen!  Julia ist eines unserer neuen OV-Mitglieder und nutzte die Gelegenheit, mit ihrem ältesten Sohn teilzunehmen. “In der S-Bahn von Aying zum Marienplatz hatten wir etwas Zeit und Ruhe, um über Erderwärmung, Klimagerechtigkeit und den dramatischen Anstieg des CO2-Ausstoßes zu sprechen.”, erzählt sie, “Ich versuchte meinem Sohn zu erklären, warum die Bewegung „Fridays for Future“ heißt und dass die SchülerInnen nicht einfach den Unterricht schwänzen, sondern die versäumten Unterrichtsstunden in Umweltprojekten und AGs nachholen müssen. Ich, bei der sonst die Schule unter den obersten Prioritäten rangiert, musste meinem erstaunten Kind klar machen, dass die drastischen Protestaktionen durchaus notwendig sind. Anders würden die Politiker und die Industrie, die seit etwa 40 Jahren von der globalen Erderwärmung wissen, weiterhin nichts unternehmen.” Aber wie erklärt man seinem 10-jährigen Kind altersgerecht und ohne ihm das Gefühl der Zuversicht zu nehmen, dass wir unaufhaltsam einer gewaltigen Klimakrise entgegensteuern, die wir selbst durch unser Konsumverhalten und unseren Lebenswandel verursacht haben? Wie bringt man seinen Kindern bei, dass sie sich vermutlich mit der größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte auseinandersetzen werden müssen, die Menschen selbst über Generationen verursacht haben? “Das ist leider gar nicht so einfach”, meint Julia nüchtern, “Ich versuche es momentan noch mit kindlichem Enthusiasmus und einer Prise träumerischen Optimismus.“ Die Stimmung auf dem Odeonsplatz hatte an diesem Sonntag im Juli etwas von einem großen Sommerfest: es herrschte ausgelassenes, buntes Treiben begleitet von Trommelmusik und Stimmengewirr vieler Menschen. “Es war absolut unmöglich, diese Demonstranten in irgendeine Schublade zu stecken – eine unglaublich bunte Menschenmasse mit einem gemeinsamen Ziel: Klimaschutz jetzt!” . Einen ausführlichen Bericht von Julia findet Ihr hier

(Foto: Claus Schunck)

Auch wir Ayinger Grüne finden: Klimaschutz geht uns alle an – und zwar jetzt! Wir haben alles, was wir brauchen, um diese Krise anzupacken. Es muss aber auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen zügig umgesetzt werden. Wir unterstützen den Aufruf zum Klimastreik am 20. September mit vollem Herzen. In ganz Bayern kommen an diesem Tag nicht nur Schüler*innen zusammen, sondern alle Menschen, denen unsere Erde wichtig ist.  Auch Aying wird bei der großen Demonstration, die fünf Minuten nach 12 auf dem Münchner Königsplatz beginnt, vertreten sein. Aufgerufen haben dazu u. a. die Ayinger Klimaschutzinitiative 29++, der Bund Naturschutz und die S-Bahn-Initiative S7Ostplus. Das Motto lautet „Aying For Future“. Also pack deine Familie und Freund*innen und Kolleg*innen ein und geh für mehr Klimaschutz mit uns auf die Straße. Wir fahren gemeinsam mit S-Bahn um 10:27 Uhr in Großhelfendorf ab, der Zustieg ist selbstverständlich auch in Peiß, Aying und Dürrnhaar möglich. Alle weiteren Infos und die Pressemitteilung von “Aying for future” findet Ihr hier.

 

 

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