Ein kleiner Beitrag zu mehr Frieden in der Welt

Wie schön das wäre, endlich Friede! Alle Völker gemeinsam auf dem Weg. Ohne Machtinteressen und Gewinnstreben. Kein Volk besser als das andere. Keines, das sich auf Kosten anderer bereichert. Keines, das sich als Richter erhebt. Keine Rache, Keine Strafe. Keine Vergeltung. Man übt nicht mehr für den Krieg. Man lebt von dem, was die Erde hergibt. Ausreichend für alle. Wie schön das wäre! Alle Menschen gemeinsam auf dem Weg. Miteinander statt gegeneinander. Kein Mensch ist besser als der andere. Kommt, lasst uns beginnen, jetzt, Du und Ich … 

(Judith Gaab)

Unter dem Motto „Mut zum Frieden“ werden auch heuer wieder tausende Pfadfinder in Deutschland zu den Aussendungsfeiern für das Friedenslicht von Betlehem kommen und das Licht  in ganz Deutschland weiterverteilen. Doch woher kommt diese Idee?

Im Jahr 1986 wurde vom ORF erstmals im Rahmen der weihnachtlichen Spendenaktion „Licht ins Dunkel“ die Idee der Künstlerin Ada Brandstetter, ein Licht als Symbol des Friedens an die Mitwirkenden zu verteilen, umgesetzt. Von einem oberösterreichischen Kind wurde das Friedenslicht von Betlehem in der Geburtsgrotte entzündet und im Advent nach Österreich gebracht. Die Verteilung des Lichtes in Österreich erfolgte rasch über Pfadfinderorganisationen.

Seit dem Jahr 1989 organisieren die Pfadfinder auch jährlich die Verteilung des Friedenslichtes an ausländische Pfadfinderdelegationen im Rahmen einer ökumenischen Lichterfeier in Wien.

1991 wird das Friedenslicht erstmals auch nach Osteuropa gebracht, wo es Betlehem-Licht genannt wird. Slowakische Pfadfinder holen seitdem das Licht in Wien ab und übergeben es am Grenzübergang Łysa Polana in der Tatra an ihre polnischenKolleg*innen. Nach einem Gottesdienst in Bukowina Tatrzańska wird das Licht weiter in Polen verteilt und von dort auch an die östlichen Nachbarländer weitergegeben, nach Litauen, Weißrussland, die Ukraine und Russland.

Deutsche Pfadfinder holen das Licht seit 1994 in Wien ab und bringen es per Bahn in über 100 deutsche Städte und sorgen in ökumenischen Aussendungsfeiern für eine Verteilung dieses kleinen, aber mächtigen Symboles für ein friedlicheres Miteinander.

Inzwischen erreicht das Friedenslicht-Netzwerk weltweit über 30 Staaten und Millionen Menschen und will alle einladen, gemeinsam für mehr Frieden innerhalb der Familien aber auch zwischen Menschen unterschiedlicher Anschauungen einzutreten.

Seit nunmehr 5 Jahren organisieren die Religionslehrerinnen und der Elternbeirat der Grundschule Aying  gemeinsam eine Abholung des Friedenslichts von Betlehem bei der jährlichen Aussendungsfeier im Dom zu München. Auch heuer fahren sie gemeinsam mit den Kindern am 15.12., dem 3. Adventsonntag,  mit der S-Bahn ab Aying um 14:11 Uhr, um im Dom das Licht bei der ökumenischen Aussendungsfeier in Empfang zu nehmen und nach Aying zu bringen.

Am darauffolgenden Montag, den 16.12.2019, wird das Licht in der Aula der Grundschule zwischen 17:00 und 18:00 Uhr an alle Kinder, Eltern und Gemeindebürger*innen, die vorbeikommen, weiterverteilt.

Die Schule und der Elternbeirat wollen damit auch in unserem Dorf und mit dem Entzünden des Lichtes als Symbol der Hoffnung alle dazu auffordern, einen kleinen Beitrag zu einer friedlicheren Welt zu leisten.

Wir Ayinger Grüne teilen diesen schönen Friedensgedanken und insbesondere ich, als Mitglied des Elternbeirates, freue mich über viele Menschen, die so ein Licht in ihr Zuhause holen wollen.

 

Großhelfendorf, 10. Dezember 2019 Franz Klug

 

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