Zur Forderung nach Anhebung des Einstigsgehalts auf A13

Ein Blick in die Klassenzimmer von Grund- und Mittelschulen zeigt uns eine vielfältige Schülerschaft. Dort werden Kinder mit den unterschiedlichsten Begabungen, Lebenswelten, Lernwegen und Unterstützungsbedarfen von Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet die diese anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour und Hingabe meistern.

Doch wie wird es ihnen von Seiten der Staatsregierung gedankt? Mit leeren Worthülsen statt mit einer gerechten Bezahlung.

Betroffenen Lehrkräfte, Verbände, die Landtagsfraktion der Grünen: von vielen Seiten wird die Forderung das Einstiegsgehalt für die Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen auf A 13 anzuheben immer lauter. Die Staatsregierung hält dennoch an historisch längst Überholtem fest und zeigt sich bisher wenig einsichtig, durch gleichen Lohn für gleiche Arbeit, mehr Gerechtigkeit zu schaffen.

Trotz der ebenso anspruchsvollen Arbeit und angesichts des höheren Pflichtstundenkontingentes erhalten Grund- und Mittelschullehrkräfte in Bayern 600 Euro weniger Gehalt als ihre Kolleginnen und Kollegen an Realschulen und Gymnasien.

Angesichts des sich zukünftig noch verstärkenden Lehrkräftemangels an Grund- und Mittelschulen wäre die Angleichung der Gehälter nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, es würde auch die Attraktivität des Lehrberufs steigern.

Andere Bundesländer, wie zum Beispiel Sachsen, Brandenburg, Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein leisten sich inzwischen die Bezahlung nach A 13. Aus gutem Grund, denn zukünftig wird sich der Mangel an Lehrkräften noch verstärken. Es hilft also nur, den Druck aufrecht zu erhalten und weiter für mehr Gerechtigkeit an unseren Grund- und Mittelschulen zu kämpfen.

Göggenhofen, 29. Oktober 2019 Yvonne Jurisch

 

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